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Timor Leste

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Politische Unruhen 2006

2006 wurden über 3.000 Soldaten der „ISF“ (Internationalen Stabilisierungstruppe) nach Timor-Leste gesandt, um die Situation wieder zu stabilisieren. Aber wie ist es dazu gekommen? Warum mussten Truppen nach Osttimor kommen?

Zwischen Ende April und Ende Mai waren die grössten Unruhen seit der offiziellen Unabhängigkeit in vollem Gange. 37 Menschen liessen dabei Ihr Leben. Weitere 155.000 waren auf der Flucht. Der Auslöser dieser Krawalle war die Entlassung von mehr als 2/3 des hiesigen Militärs, aus Protest gegen Missstände bei den Verteidigungskräften Osttimors Anfang des Jahres desertierten.

Die Folge: Premierminister Marí Bin Amude Alkatiri trat am 26. Juni zurück. 2 Monate später, am 13. September sollte die UNMIT (UN Integrated Mission in Timor-Leste) zusammen mit den ausländischen Truppen für Ordnung im Land sorgen, beim wirtschaftlichen Aufbau helfen und den friedlichen Verlauf der Wahlen 2007 sichern.

„Die Lage um den flüchtigen ehemaligen Führer der meuternden Soldaten Alfredo Reinado eskalierte 2007. Zusammen mit 56 Getreuen war er einige Monate zuvor aus einem Gefängnis ausgebrochen, in dem sie wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Mordes im Laufe der Maiunruhen einsaßen. Später erklärte Reinado sich bereit im Distrikt Ermera unter Aufsicht zu bleiben. Ende Februar 2007 floh Reinado jedoch mit seinen Leuten.

Man schreibt ihnen den Überfall auf zwei Posten der Grenzpolizei zu, bei denen 23 teilweise schwere Waffen gestohlen wurden. Präsident Gusmão ermächtigte die ISF zur Verhaftung von Reinado und bat auch Indonesien um Unterstützung. Ein Zugriffsversuch durch australische Spezialeinheiten im März 2007 scheiterte. Seitdem wurde mehrmals versucht das Problem durch Verhandlungen zu lösen. Unter anderem trafen sich Präsident Ramos-Horta und Reinado Mitte August zu direkten Gesprächen.[19]

Die ISF unter Führung Australiens und die UN-Polizei blieb weiter im Land, um die Sicherheitslage weiter zu stabilisieren und sicherte die Wahlen, die 2007 stattfanden. Australien hat 850 Soldaten in Osttimor stationiert, Neuseeland 170 Mann. Die ISF wird voraussichtlich bis Februar 2008 im Land bleiben. Das Mandat der ISF lief allerdings offiziell bereits am 20. August 2007 aus.

Staatspräsident Ramos-Horta hat den Wunsch geäußert, dass die ISF bis Ende 2008 und die UN bis 2012 bleibt. Seit den Unruhen von 2006 leben immer noch allein in Dili 30.000 Menschen in Flüchtlingslagern, weitere 70.000 in anderen Distrikten des Landes. Seit Ende 2007 funktioniert die Stromversorgung der Hauptstadt wieder verhältnismäßig reibungslos.“ (Quelle: Wikipedia.de)






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