Gesundheit
Die Ausgaben für das Gesundheitswesen betragen 9,6 % des BIP von 2003. 49 % der Einwohner haben kein sauberes Trinkwasser und 67 % keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen (Stand 2002). Die Kindersterblichkeit liegt bei 80, die Säuglingssterblichkeit bei 64 von 1.000 Geburten. Pro 100.000 Lebendgeburten sterben 800 Mütter. Die Geburtenrate liegt bei 52 Geburten auf 1.000 Einwohner, die Sterberate bei 18 Sterbefällen auf 1.000 Einwohner (alle Daten von 2004). (Quelle: Wikipedia.de)
Hält man sich diese Fakten vor Augen, so ist das Fazit eindeutig: Die medizinische Versorgung lässt sehr zu wünschen übrig. Da dank der Indonesier 70% aller Gebäude vernichtet worden sind, existieren heute gerade mal 218 medizinische Einrichtungen, darunter 9 Krankenhäuser, wovon die 2 grössten in der Hauptstadt Dili und in Bacau sind. Die dort praktizierenden Ärzte stellen Ihr Fachwissen, Beratung und Behandlung den Patienten kostenlos zur Verfügung.
Von den 40 qualifizierten Ärzten in den Hauptkrankenhäusern waren 2003 nur 10 aus Osttimor. Die meisten Ärzte in Osttimor sind Kubaner, was dank einer Kooperation zwischen Dili und Havanna der Fall ist. Insgesamt sind 90% der hiesigen Ärzte kubanischer Herkunft.
Ein weiterer medizinischer Risikofaktor ist die Malaria, welche vor allem während der Regenzeit auftritt. Hier sollten vor allem Reisende präventiv Massnahmen ergreifen. Das Denguefieber und die japanische Encephalitis sind ausserdem sehr verbreitet.
HIV ist allerdings glücklicherweise fast ein Fremdbegriff in Osttimor. Im Jahre 2002 ist nur ein Todesfall bedingt durch das HI-Virus bekannt.